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Trabi Elchsafari |

Nun war endlich alles startklar. Der Trabi und wir konnten den Zeitpunkt des Abtuckerns kaum noch erwarten. Hatten wir wirklich an alles gedacht? Welches Ersatzteil sollten wir noch zusätzlich verstauen?
Naja, alles kann man ja nie mitnehmen.
Am Abend, als Pascal nach der Arbeit zu Hause war, tuckerten wir endlich Richtung Ferien los.
In der Schweiz genossen wir noch die letzten freundlichen "Winker", um dann bereit für den Kampf auf den deutschen Autobahnen zu sein. Tsssss was man da alles an Zeichen lernen kann, ist ja der reinste Wahnsinn! Aber auch wir überlebten und steuerten überglücklich Rostock an.

Nun hatten wir, (da wir unterwegs keine Panne hatten) einen ganzen Tag Zeit, um bei den Fischköpfen auf Trabisuche zu gehen. Wir durchforschten die ganze Stadt und fanden nach langer Suche endlich einen Trabi (nur schade, dass es unserer war...) Dafür fanden wir aber ein anders schönes Gefährt.
Mit frisch aufgeblasenen "Schwimmflügelis" starteten wir am nächsten Morgen zur Nordseeüberquerung. Da Trabis jedoch auch mit Schwimmflügelis nicht optimal schwimmen entschlossen wir, an Bord der Scanlines zu gehen.

In Trelleborg angekommen, goss es aus allen Eimern. Wir entschlossen uns aber trotzdem, der Südküste entlang Richtung Ystad zu fahren. Dies ist eine traumhaft -sogar bei Regen- schöne Route. Auch einen 1A Camping zu finden ist hier nicht schwierig.
Christina wollte voller Tatendrang eine richtig gute Pilzsuppe zubereiten; Pascal aber war da mit dem Speiseplan nicht ganz einverstanden...

Am nächsten Tag besuchten wir Kaseberga. Hier gibt es die grösste Schiffsetzung zu bestaunen. Auf einem Hügel stellen ca. 30 Steine das Relief eines Wikingerschiffes dar (in der Mitte findet man das Grab eines Häuptlings). Schade, dass es dies heute nicht mehr gibt; das Relief eines Trabis wäre nämlich auch nicht schwierig darzustellen...
Da der Regen nicht nachlassen wollte, machten wir uns auf den Weg Richtung Norden. In Hjo schlugen wir unser Lager in einem wunderschönen Wald auf und lauschten die ganze Nacht gespannt, ob nicht ein Elch vorbeitrotten würde.

Von Sonnenstrahlen geweckt brachen wir unser Zelt ab und tuckerten nordwärts weiter, wo wir schon bald unseren ersten Elch trafen.

Nach Besuchen in Karlsborg und Skovde steuerten wir in Richtung von Vanerborg, wo es eine besonders dichte Elchpopulation geben soll...
Das Wetter und die Stimmung waren auf einem Tiefpunkt angelangt. An einem Kiosk erfuhren wir, dass das Wetter im Norden bedeutend besser wäre. So entschlossen wir uns, einen Regenfahrtag einzuschalten. Es schien ein besonders mühsamer Tag zu werden, denn es regnete und regnete und regnete, doch kurz nach Torsby passierte es...
Ein entgegenkommenes Auto gab uns aufgeregt Lichtzeichen. Ob mit dem Trabi etwas nicht stimmte??? Etwas später konnten wir die Zeichen endlich deuten: am Strassenrand weideten gemütlich zwei Elche! Unser Auto schien sie überhaupt nicht zu stören. Fast kam es uns vor es, als ob sie den Trabi bestaunten und wir sie. Leider war der Film nach 7 Fotos bereits fertig. Ein weiters Auto kam uns entgegen, was unseren Elchen überhaupt nicht zu gefallen schien, denn sie rannten quer über die Strasse und verschwanden im Wald. (Da es kein Mercedes war, bestand auch dieser den Elchtest!)






Endlich liess auch der Regen nach und von nun an wird sich Schweden von seiner schönsten Seite zeigen. In Malung luden uns direkt am See gelegene Holzhäuser zum Verweilen ein. Wir genossen den ersten Sonnenuntergang und liessen unser Zelt trocknen. Doch lange hielt es uns nicht in dieser Idylle, denn der Trabi und wir wollten weiter...

Unsere Reise führte uns weiter Richtung Krokom. Wir waren überglücklich und genossen unsere Ferien total. Dass wir voll und ganz auf Trabi stehen lässt sich auch unschwer erkennen.

Auch die Schweden teilten sich unsere Freude. Vom Supermarkt konnten wir fast nicht mehr losfahren, da der Trabi von allen Ecken bestaunt wurde. Sogar kaufen wollten sie ihn! Da wir für unsere Reise aber ein zuverlässiges Auto brauchten und unser Trabi unverkäuflich ist wurde aus dem Handel nichts.
Nach einem Besuch in Villhelmina steuerten wir auf den Bla vegen (Blauen Weg) zu. Dieser wurde seinem Namen mehr als gerecht und ist wirklich weiter zu empfehlen.


Schon bald hatten wir 5000 km zurückgelegt. Wie die Fotos dokumentieren, ging es sowohl dem Trabi als auch der Co-Pilotin Christina und dem Fahrer Pascal bestens.

Die Tage wurden immer länger und da es auch noch um 2:00 Uhr hell war, blieb der Schlaf etwas auf der Strecke. Bald schon passierten wir die norwegische Grenze und fuhren weiter Richtung Norden. Der Weg wurde immer touristischer. Am nördlichen Wendekreis wollten wir gar nicht erst rasten, da dieser von Touristen nur so übersät war. Fürs Album und unseren Reisebericht machten wir aber trotzdem ein Foto.

Unweit vom Wendekreis war für uns die Welt wieder in Ordnung und wir besuchten eine Samenhütte. Wir folgten dem Touristenpfad noch weiter bis nach Bodö; hier wollten wir entscheiden, wie unsere Reise weitergehen sollte. Der Touristenpfad Richtung Nordkap schied sehr schnell aus, denn in einer Schlange von Wohnmobilen zu fahren macht einfach nicht so recht Spass. Da wären noch die Lofoten gewesen. Weil uns der Preis für die Überfahrt aber auch touristisch gesalzen vorkam, zogen wir es vor, wieder südlicher zu fahren. Schliesslich warteten noch Trondheim und andere bezaubernde Städte auf einen Besuch. In Moi Rana trafen wir beim Tanken zwei Holländer, welche auch mit speziellen Gefährten unterwegs waren.


Je weiter wir von dem Touristenpfad abkamen, um so besser gefiel es uns. Die Natur hatte uns wieder. Wir fanden einen wunderschönen Rastplatz. Schnell hatte Biber Pascal die ersten Baumstämme zerkleinert. Heute standen gebratene Bananen auf dem Speiseplan...
An wunderbaren Fjorden entlang ging es weiter südwärts Richtung Trondheim.
Es war der 1.August (Nationalfeiertag der Schweiz): Also wurde nach helvetischer Art ein Fondue zubereitet; das erfreute sogar den Trabi!

Unsere nächste Reiseroute führte uns nach Lillehammer, wo sich der Trabi problemlos beim Schanzenspringen für die nächsten Olympischen Spiele qualifiziert hat!

Mal sehen wohin uns diese Qualifikation im nächsten Jahr bringen wird. Eines steht auf jeden Fall schon heute fest: unser Trabi wird auch wieder dabei sein!!!